Mephista´s Notizen

Schaffenspause beendet… 23. Juli 2011

Filed under: Bücher,Manuskripte — mephista @ 6:06 pm
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….der „Drache“ macht sich wieder auf unter den Mensch Unheil zu stiften.

Nach meiner kurzen schöpferischen Pause mache ich mich heute Abend/Nacht daran, meinem mordenden Priester weitere Gesichter zu schenken….

Dazu eignet sich bestens

http://www.youtube.com/watch?v=8sEKUit7TX0

vorallem dann, wenn er sich aufmacht, die verlorenen Menschenseelen zu suchen, um sie auf seine besondere Weise zu richten.

In diesem Sinne

Euch allen einen schönen Abend 😉

Eure Irre

 

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Das Echo der Schuld 1. Juni 2010

Filed under: Rezensionen — mephista @ 8:59 pm
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von Charlotte Link

Kurz:

Thriller/Liebesgeschichte

Sehr gemächlich wird der Leser an die einzelnen Schicksale von vier kleinen Mädchen herangeführt, deren Lebensumstände sich grundlegend voneinander unterscheiden und doch in der Bekanntschaft zu einem pädophilen Gewaltverbrecher ufern, dessen unbeschreibbar kranke sexuelle Vorliebe deren Schicksale, jedes auf seine eigene Weise, besiegelt.

Mit diesen Schicksalen geht die ganz eigene Geschichte der melancholischen, introvertierten Virginia einher, die nach langen Jahren der seelischen Stagnation und des Gefühls des „Lebendigbegraben Sein“ in Nathan Moor den Mann findet, der sie aus diesem hoffnungslosen Leben zu befreien weiß. Nathan entpuppt sich letztlich als anderer Mensch, als der, den sie in ihm zu erkennen glaubte.

Das Echo der Schuld ist ein Roman, den ich sehr langsam las und auf diese Weise vielleicht stärker in all den beschriebenen Atmospheren wahrnahm und damit sehr genießen konnte.

Der Spannungsbogen wird sehr konstant von der ersten bis zur letzten Seite geführt und entlässt den Leser erst mit der letzten Seite, denn eine Vielzahl an möglichen Kanditaten stellt uns Charlotte Link zur Verfügung, bei welchen jeder der Täter sein könnte und dies nimmt dem Rätseln die Möglichkeit, zu schnell zur Lösung zu finden.

Sehr zu empfehlen!

Zur Geschichte:

Nathan und Livia Moor lassen ihr gewohntes Leben hinter sich und machen sich auf, die Welt mit dem einzigen, was sie noch besitzen zu erkunden, ihrem Schiff, das nahe der Insel Skye bei Schottlands sinkt.

Als Schiffbrüchige werden sie von Virginia und Frederic Quentin in deren Ferienhaus aufgenommen.

Nathan verfolgt Virginia bis nach Norfolk, während seine Ehefrau in einem Krankenhaus untergebracht außen vor bleibt und nutzt die Gelegenheit, als Frederic nach London zurückkehrt, wo er sich unter der Woche berufsbedingt aufhält, um Virginia näher zu kommen. Er fördert die verschütteten Geheimnisse Virginia´s zu Tage, hilft ihr, ihren eigenen Dämonen zu begegnen und verschafft ihr das Gefühl mit seiner Hilfe aus ihrem eigen geschaffenen Gefängnis entfliehen zu können.

Unterdessen treibt ein Kindsmörder sein Unwesen und erschüttert die Bevölkerung bis ins Mark.

Als auch Virginias und Frederics Tochter Kim entführt wird, gerät Nathan in den Verdacht, etwas mit diesen Kindesentführungen und Morden zu tun zu haben.

Die Autorin verstand es meisterlich Charaktere zu erschaffen, die ansich schon so sehr interessant beschrieben wurden, um buchfüllend zu sein. Langsam aber stetig darf der Leser hinter die Fassade blicken, Puzzlestücke entdecken und sich vom einen zum nächsten Kapitel mit weiteren Informationen beschenken lassen.

Der Verbund dieser Liebesgeschichte mit einem Thriller war für mich noch die Würze der Erzählung.

 

Flammenbrut von Simon Beckett 21. April 2010

Filed under: Rezensionen — mephista @ 10:39 am
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Ein Thriller der Sonderklasse!

Beginnend mit den völlig normalen Alltagsproblemen kämpft sich die alleinstehende Kate in diesem Thriller durch ihr Leben. Bis sie feststellt, dass sie sich sehr wohl fühlt in der familiären Atmosphäre, die sie im Hause ihrer Freundin Lucy empfindet, sehr viel wohler, als in ihrer eigenen Wohnung, wo die Einsamkeit sie zu erdrücken droht.

Beruflich steht sie mittlerweile als selbständige PR-Beraterin stabil im Leben und doch scheint ihr etwas zu fehlen. Mit aller Vehemenz drängt sich der Wunsch nach einem eigenen Kind in ihr Bewußtsein. Als selbstbewußte, selbständige und starke Frau fällt sie den Entschluss mit Hilfe einer künstlichen Befruchtung ein Kind auszutragen und fortan als alleinerziehende Mutter aufzuziehen.

Der Gedanke von absoluter Anonymität des Erzeugers  entpuppt sich als zweischneidiges Schwert. Zum einen darf sich die Mutter durch diese Anonymität sicher sein, dass ihr gegenüber niemals  Anspruch auf das Sorgerecht erhoben würde, andererseits könnte es durchaus geschehen, dass dieser Mann Eigenschaften an ihr Kind weitergibt, die nicht den gewünschten Charaktereigenschaften für ihr Ungeborenes entsprechen.

Kate entscheidet sich dazu, selbst einen Erzeuger nach ihren Vorstellungen zu wählen, muss jedoch feststellen, dass sich lediglich ein einziger Kandidat auf ihre Annoncen zur Verfügung stellt. Jedoch kann sie ihr Glück kaum fassen, als sich dieser eine als der wahrhaft Richtige herausstellt. Mit Alex Turner,  einem erfolgereichen und anerkannten Akademiker von gutem Aussehen und sympathischer Art setzt sie ihr Vorhaben in die Tat um.

Kate hält sich jedoch nicht an die Regeln, nach erfolgter Umsetzung getrennte Wege zu beschreiten, und trifft diesen Mann auch weiterhin. Das Verhältnis vertieft sich zusehends zwischen ihnen und neben der Einpflanzung des Spendersamens lassen sie sich auf eine Beziehung zueinander ein.

Kate erfährt, dass sie ein Kind von Alex in sich trägt und teilt dem Vater über Fax und durch eine verschlüsselte Botschaft mit, wie es um sie steht.

So groß das Glück zunächst zu sein scheint,  so übermächtig überschlagen sich die Gegebenheiten, die Kate`s Leben in ein Chaos stürzen….der Auslöser dazu ist das versandte Fax.

Alex erweist sich nicht als der Mensch, den sie geglaubt hatte als Erzeuger und Partner auserwählt zu haben. Sie gerät in bösartige Machenschaften, wird beruflich und gesellschaftlich ins Abseits befördert und lebt mit der Angst um das eigene, wie auch um das Leben der Menschen in ihrem Umfeld.

Der Thriller nimmt bereits in der Mitte der Erzählung eine drastische, unerwartete Wende und ist spannend, fesselnd und interessant bis zum Ende.

„Flammenbrut“ ist sehr empfehlenswert!

 

Level 26 von Anthony E. Zuiker 7. April 2010

Filed under: Rezensionen — mephista @ 3:07 pm
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Trotz all der Unmutsbekundungen, die ich in vielen Rezensionen erkannte und den häufigen Äußerungen darüber, wie sehr enttäuschend „Level 26“ doch sei, darf ich zunächst in den Raum werfen
„Ich war gebannt, gefesselt und konnte bis tief in die Nacht nicht schlafen, ehe ich zuende gelesen hatte!“.
Es bedurfte lediglich eines Feiertages, um diesen Thriller mitsamt aller Videosequenzen zu verschlingen, obgleich ich zugeben muss, daß es der Protagonist Steve Dark durchaus verdient hätte, noch etwas detailverliebter behandelt zu werden, sprich noch tiefergehend beschrieben zu werden. Bereits auf den ersten Seiten nahm meine Neugierde zusehends zu, wurde abgelöst von Spannung, Entsetzen und dem Gefühl der emotionalen Berührung. Und nun wage ich es tatsächlich auszusprechen, daß „Level 26“ ähnliche physische Symptome (Gänsehaut, verstohlene Blicke ins Finstere…) zu Tage förderte, wie beim Lesen von „Das Schweigen der Lämmer“.

Zunächst stellte sich mir die Frage, wie der Autor auf einen solch seltsamen Titel kam. Schnell wird klar, das jegliche Kapitalverbrechen je nach Schweregrad in die Level 1-25 eingestuft werden. Eigens für unseren Serienmörder Sqweegel, dessen Perversionen und Grausamkeiten sich jedwedem Bewußtsein darüber, dass dies überhaupt noch möglich sein kann, entzieht, wurde eine eigene Kategorie geschaffen.
Nicht nur sein Handeln, das seinen innewohnenden Irrsinn wiederspiegelt, macht diese Bestie zu einem Phänomen, auch die Fähigkeit sich jeglicher Verhaftung zu erwehren und zu entziehen unterscheidet ihn von allen anderen Mördern.

Sqweegel wird in Aussehen und Verhaltensweise so beschrieben dass mit der Erzählung einzelner Szenen die realitätsnahe Vorstellung in unserer Phantasie damit einhergeht. Auch ohne sofort die Videosequenzen angesehen zu haben, erlebte ich Sqweegel in meiner Vorstellung als eine sich schlangenartig bewegende sehr bedrohliche Gestalt in eine weiße Latexhaut gehüllt, deren einziges Bestreben darin liegt zu urteilen und zu bestrafen.

Auch wenn die filmischen Szenen kein Muss darstellen, um die Erzählung zu verstehen, so ist es dennoch lohnenswert und eine Besonderheit, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Bereits seit Jahrzehnten übt ein entsetzlicher Serienmörder seine unheiligen Praktiken aus, entführt, vergewaltigt, foltert und mordet nach einem scheinbar völlig zusammenhanglosen System. Eine Spezialeinheit der Regierung steht dieser Verbrechensserie ratlos gegenüber, unzählige Agenten fanden den Tod.Niemand überlebte bislang eine Begegnung mit Sqweegel, zumindest niemand dem bewußt war, wer ihm gegenübersteht und keiner war in seinen Augen ein ebenbürtiger Gegner, bis zu diesem Tage, andem Steve Dark Sqweegel so nahe kommt, daß er ihn beinahe niederstreckt. Mit knapper Not vermag er es, sich aus dieser misslichen Lage zu befreien und spürt trotz seiner Flucht, das besondere Band , das sich zwischen ihn und den Jäger gelegt hatte. Sqweegel glaubt, das Feuer dieses bemerkenswerten Spieles entfachen und Darks Interesse erneut auf sich lenken zu können, wenn er dessen Familie niedermetzelt. Doch entgegen der Erwartungen seines Widersachers ist Dark fortan gebrochen und zieht sich zurück, verschwindet längere Zeit gänzlich von der Bildfläche.

Erneut jedoch stielt sich Sqweegel in Darks Leben und wird zur drohenden Gefahr für dessen schwangere Ehefrau Sibby.

Dark taucht ein in das neue Spiel des Sqweegel, jagt und wird gejagt.
Rätsel, Wirrungen, Verstrickungen, Brutalität und Irrsinn sind die Eckpfeiler dieses Thrillers, der den Leser erst wieder entlässt, wenn die letzte Seite gelesen und das Buch zuge
klappt wird.

 

Lesestatistik April 2010 2. April 2010

  1. Feuer und Stein“ -Die Highlandsaga Teil 1 von Diana Gabaldon-hohes  Suchtpotential
  2. Das Kind, Thriller von Sebastian Fitzek spannend
  3. Level 26 von Anthony E. Zuiker, Thriller, Ein absolutes Muss! Neben „Das Schweigen der Lämmer“ der beste Thriller, den ich kenne. Tolle Idee diese Kombination der Filmeinspielungen auf http://www.level26.com und dem Buch.
  4. Die Verwandlung von Franz Kafka wegweisendes, revolutionäres Werk der damaligen Literatur
  5. Nocturna von Jenny-Mai Nujen, Fantasieroman charmant
  6. Lovesherriffs von Martina Paura und sehr lustig!
  7. Voyeur von Simon Beckett eine Erzählung aus der Sicht eines Voyeurs, insofern interessant, was sich im Gefühlsleben derer, die in die Welt anderer abtauchen müssen, um Befriedigung zu erfahren, abspielt. Kein Thriller und Krimi im herkömmlichen Sinn
  8. Flammenbrut von Simon Becket (Thriller)  spannend!!
  9. Mieses Karma von David Safier –Eine hammer irre, super lustige Idee des Autors, mit zum dahinschmelzendem Happy end
  10. Obsession von Simon Becket fesselnd!
  11. Silberlicht von Laura Whitcomb –Ein wunderbar zartes, feinfühliges Märchen!

oje, momentan hält kein Buch länger als 1-3 Tage ;( Mein Verschleiß ist ziemlich heftig